* Spanische Köstlichkeit: Pincho, Pintxo oder Pintxa ?


Der Pincho ist eine köstliche spanische Kleinigkeit, die auch in ibizenkischen Bars gerne zu einem Getränk verzehrt wird - ist aber keine Tapa ! 

Eigentlich kommt der Pincho aus dem Baskenland (baskische Schreibweise Pintxo - katalan Pintxa) und ist hohe Kochkunst in Miniatur. Der Name Pincho stammt vom spanischen Wort für "Spiess", denn oft werden Zahnstocher oder kleine Holzspiesschen verwendet, um die kulinariaschen Mini-Kunstwerke zusammenzuhalten. Sie werden meist ansprechend auf der Bar-Theke präsentiert. Es ist üblich, erst um einen Teller zu bitten und sich dann die Pinchos selbst zu nehmen.

Die Preisgestaltung orientiert sich an der Grösse und Belag des ausgesuchten Pinchos. Unerfahrene Gäste denken oft, das Pinchos nur belegte Brotstückchen sind - stimmt, aber sie zeichnen sich dadurch aus, dass man sie mit Fingern essen kann, und deshalb besteht ihre Basis aus etwas "mehligem" oder "knusprigen", damit das Ganze besser halten kann. Das kann Brot aber auch saftiges Tortilla-Stückchen sein, der durch einen leckeren Belag oder mehrere raffinierte Auflagen klassisch oder kreativ ergänzt wird. Der kleine Happen ist dann mit ein bis maximal drei Bissen zu essen. Alles, was darüber hinaus geht, nennt man Tapa.

Bei der Abrechung setzt man auf Ehrlichkeit. Man gibt dem Kellner später beim Bezahlen die Anzahl der verzehrten Pinchos an, indem man die verbleibenden Spiesse am Teller abzählt. Am Ende zahlt man pro Pincho ein, zwei oder drei Euro.

Die Anzahl der einfachen "kalten" Pinchos ist riesig, aber es gibt auch eine Vielzahl aufwendig zubereiteter "warmer" Spiesschen Besonders beliebt ist der Klassiker Pincho de huevo duro mit hart gekochtem Ei und Serrano-Schinken auf knusprig geröstetem Brot.

Ebenfalls ein Klassiker Pinchos morunos mit mariniertem Schweinefleisch - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt ... in vielen Städten Nordspaniens finden regelmässig Wettbewerbe statt, in der originelle neue Pincho-Kreationen gesucht und ausgezeichnet werden.


Aufgespiesst ...

... machen Sie doch mal einen kleinen kulinarischen Streifzug durch die Welt

der Pintxa - die

"Pintxa-Kampagne 2025"

jeden Donnerstag

vom 20. März bis 17. März

ist dafür eine besonders gute Gelegen-heit, die leckeren kleinen Kunstwerke zu probieren. 

An der diesjärigen Ausgabe der Pintxa in Sant Antoni nehmen 22 Bars, Restaurants und Cafés teil. Sie bieten jeden Donnerstag bis zum 17. pril 2025 eine breite Palette von Pintxas an - kleine kulinarische  Häppchen von der klassischen Variante bis hin zu kreativen Kreationen, die ihnen ermöglichen, neue Geschmacksrichtungen in einer lockeren Atmosphäre zu entdecken ... Es werden süsse, vegane und vegetarische Leckerbissen angeboten.

ein "Pintxa"

(delikat belegtes Stückchen Brot)

und ein Getränk (Bier oder Wein)
  kostet zusammen 3,50 €  

Von einer Bar zur anderen: Um die verschiedenen Lokale zu besuchen, haben die Organisatoren eine "Bimmelbahn" unter Vertrag genommen. Der Mini-Zug "Pintxa" fährt ab 19.00 h vom Carrer des Molí, die letzte Runde um 22.30 h ebefalls vom Carrer des Molí. Bis 23.15 h fährt der "Pintxa"-Zug durch die Strassen von Sant Antoni bis in die Gegend von Es Molí und Avd. Dr. Fleming.

Alle Informationen zu den Bars und Restaurants sowie zum Fahrplan der "Bimmelbahn" auf


Der Pintxo Gilda ist das wohl bekannteste Spiesschen. Es fehlt in keiner Bar im Baskenland, die etwas auf sich hält. Namensgeber ist das Mitte der 40er Jahre produzierte Hollywood-Melodram Gilda.

In diesem Film spielte die damalige Film-Göttin Rita Hayworth die kapriziöse Titelrolle. Damals assoziierte ein glühender Hayworth-Fan und Gast einer Bar das ihm kredenzte Spiesschen mit Oliven, Peperoni und Anchovis mit eben jener Gilda. Sinngemäss soll sein Kommentar gelautet haben, der Pintxo sei süss, salzig und pikant – eben genau wie sie.

La Gilda

ein Pintxo-Name für Ewigkeit ...



Handmade in Ibiza OHNE KI aber mit Herz & Hirn

Update: 2503-2402-2303

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